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Generalistik: Bundestag verabschiedet Gesetzentwurf

Der nach langen Kontroversen verabschiedete Entwurf für ein Pflegeberufereformgesetz hatte am Mittwoch trotz fehlender Ausbildungs- und Prüfungsordnung im Gesundheitsausschuss die Mehrheit der Koalitionsparteien erhalten. Er sieht vor, dass die Ausbildung in der Pflege künftig mit einer zweijährigen generalistischen Phase beginnt, an die sich ein mögliches Vertiefungsjahr in den Bereichen Alten- oder Kinderkrankenpflege anschließen kann. Das dritte Jahr kann aber auch ohne Spezialisierung abgeschlossen werden.

Die Ausbildung soll in Vollzeit drei Jahre umfassen, in Teilzeit maximal fünf. Neu ist, dass die Auszubildenden – anders als bislang in manchen Bundesländern üblich – kein Schulgeld mehr bezahlen müssen.

Ursprünglich hatte die Koalition vorgesehen, die unterschiedlichen Ausbildungen aus Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in einem generalistischen Ausbildungskonzept zu vereinen. Damit sollte der Pflegeberuf an neue Anforderungen angepasst werden: an den wachsenden Anteil von Behandlungspflege in der Altenpflege sowie an die ansteigende Zahl älterer und demenziell erkrankter Patienten in den Krankenhäusern.

Die Grünen stimmten im Bundestag gegen den Entwurf – vor allem, da die notwendige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung derzeit noch immer nicht vorliegt. Sie hatten außerdem in einem Antrag gefordert, bundesweit verbindliche Regeln zur Personalbemessung aufzustellen. Dieser wurde abgelehnt.

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